Die Grünzwerge sind so unzwergisch wie ein Zwerg nur sein kann. Um die
Unterschiede zu verstehen muss man weit zurück in die Vergangenheit gehen.
Als die Suara ihr Exil im eisigen Meer verließen, besiedelten sie nicht
sofort das Menelocgebirge, sondern ließen sich zunächst in den Laraleier
Höhen, weiter im Norden nieder. Dort trafen sie zum ersten mal auf die
Elfen und schlossen zunächst Freundschaft mit ihnen. Lange Zeit sollte
dieser Frieden halten und vor allem die Kultur der Zwerge wurde stark vom Elfischen
beeinflusst. Dies ist selbst heute noch in der Suarasprache zu erkennen. Irgendwann,
alle Quellen schweigen wieso, kam es jedoch zum Bruch der beiden Völker.
Daraufhin zog der größte Teil der Zwerge in ihre neuen Kolonien im
Meneloc. Ein kleiner Teil blieb jedoch. Diese ersten Grünzwerge verließen
ihre Höhlen und lebten fortan mit den Elfen in den Wäldern. Mit der
Zeit kapselten sie sich jedoch auch von ihnen ab und entwickelten ihre eigenständige
Kultur. Mit dem Vordringen der Menschen mussten sie irgendwann ihre angestammten
Gebiete verlassen und zogen ebenfalls zu ihren Vettern ins Menelocgebirge. Wie
man sich vorstellen kann war der Empfang nicht besonders herzlich. So ging ihre
Reise weiter gen Süden in das abgelegene, breite Dúmtal wo sie noch
heute abgeschottet von der Welt leben.
Ihr Glaube unterscheidet sich stark von dem ihrer Vettern. Tirox spielt praktisch
keine Rolle mehr. An seine Stelle trat Smoda, die Herrin der Geister und ihre
Tochter Cir, als Mittlerin zwischen der realen Welt und der ihrer Mutter. Sie
leben meistens auf hochgelegenen Baumdörfern, denen der Elfen nicht unähnlich
oder allenfalls in natürlichen Höhlen. Sie kennen keine Schrift und
nur ihre Priesterinnen kennen alle Geschichten und Riten. Sie leben in lockeren
Sippengemeinschaften, treiben nur wenig Handel mit der Außenwelt und kennen
kein Metall.
Das typische Charakteristikum eines jeden Grünzwergs ist die Hautfarbe.
Schon in frühester Kindheit beginnt man sich mit dem Saft einer bestimmten
Wurzel ein zuschmieren der die Haut allmählich dunkel färbt. Mit den
Jahren wird sie dadurch fast schwarz. Dies dient neben kultischen Zwecken wohl
hauptsächlich der Tarnung in den weglosen Wäldern. Nur wenige Menschen
haben je ihr Tal besucht.