Keine Geschichte eines anderen Volkes ist trauriger, als die der Varsen. Eoc
erschuf sie als seine willigen Gehilfen und verhöhnte mit ihrer Gegenwart
alle Menschen. Klein sind sie und missgestaltet. Oft haben sie einen stark ausgeprägten
Buckel, unverhältnismäßig lange Arme und Nasen, große
kinderhafte Augen und eine ungesund bleiche Hautfarbe. Ihnen scheint außerdem
jeder Sinn für Ästhetik zu fehlen. Ihre rollenden Wagenburgen , mit
denen sie über das Land ziehen sind oft schreiend bunt in mehr als gewagten
Farbkombinationen angemalt. Die Innenräume sind mit allem möglichen
Tand voll gestellt, den sie an Wegesrändern fanden.
Seltsamerweise sind alle Varsen begnadete Köche, man sollte jedoch nie
fragen was sie da eben zusammengebraut haben. Viele Gasthäuser und Herbergen
in Revella und an allen Wegesrändern haben einen Varsen in ihrer Küche
stehen (mit strenger Kontrolle aller Zutaten).Vielleicht ist diese Gabe noch
ein Relikt aus der Zeit, als sie im Palast von Ognan ihren Dienst tun mussten.
Auch sonst sind sie handwerklich sehr geschickt, so dass sie in den Dörfern
an denen sie vorbeiziehen alles billig reparieren und meistens auch etwas „verschönern“.
Normalerweise jedoch meiden sie die Ansiedlungen der Menschen. Nur allzu oft
mussten sie dort schlechte Erfahrungen machen, denn noch immer assoziiert man
Varsen mit dem Spott Eocs.
Nur in Revella gibt es tatsächlich auch einige sesshafte Varsensippen,
die jedoch ganz unten auf der sozialen Leiter stehen.
Das ganze Volk steht seit Eolai unter dem Schutz der Könige von Deorached.
Dies wird hauptsächlich durch die Kehed gewährleistet und seit einiger
Zeit nach harten Disputen auch durch die Ularis. Das könnte sich jedoch
bald mit den neuen Machtverhältnissen ändern.
Alle Varsen glauben inbrünstig an Itaine. Ihrer Überzeugung nach hätte
Eoc sie gar nicht erschaffen können, hätte Sie, die Lebensspendende,
nicht ebenfalls ihrer Existenz zugestimmt. So benannten sie ihr ganzes Volk
nach ihrer Göttin, denn in ihrer kruden Sprache heißt Itaine Varsi.