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Die Elfen

Vor vielen tausend Jahren erschufen die Bogayin die Elfen in der Stadt Tramu. Sie versuchten Sie nach ihrem Ebenbild zu erschaffen, doch ihr menschliches Erbe ließ sich nicht so einfach zurückdrängen. Groß sind sie, noch größer als Menschen und auch feingliedriger als diese. Auch die Elfenohren sind sprichwörtlich.
Sie wurden geboren um sich an der Schönheiten der Welt und den Schöpfungen der Bogayin zu erfreuen.
Doch, wie wir wissen währte ihr Glück nicht ewig. Im Dämonenkrieg viel Tramu Qisalas Wahn zum Opfer. Jedoch folgten viele einer der letzten wahren Bogayin in den Westen. Ihr Name war Ilál, Schwester Qisalas. Am Rande Ryns gründeten sie neue Städte, die Älteste mit Namen Tirvanhir. Dort liegt auch ihr Grab, den sie entsagte dem Leben um mit all ihrer Macht das Volk der Elfen vor dem Fluch Qisalas zu schützen. Ihre Worte sind noch heute in jedes elfische Gedächtnis eingebrannt: Mach deine Seele an nichts fest. Sei der Wind und das Licht der Welt.
Die Sehnsucht nach der Zeit in Tramu ist geblieben, auch wenn sie wissen, dass sie niemals in der Lage seien werden ähnliches zu erschaffen. So sind ihre Städte nicht mehr als eine - in ihren Augen - unwürdige Kopie vergangener Werke, eine Art belebter Tempel der Erinnerung, der all ihre Sehnsüchte verkörpert. So darf es nicht verwundern, dass die meisten Elfen heute als Nomaden durch die Grasmeere des Westens ziehen, rastlos, den eine wirkliche Heimat gibt es für sie nicht mehr. Nur so lässt sich erklären warum sie vor den Menschen zurückwichen und jeden Ort den dieses Volk begehrt ohne Gegenwehr aufgaben.
Und doch scheint es so als wären sie mit dieser Welt mehr verbunden als die Menschen. Nichts lieben sie mehr als die Weite unter den Himmeln der Steppe, nichts ist schöner als das breite Tal von Oscand und nichts ist prächtiger als die Wälder der Tiefebene. Sie lieben die Welt intensiver und doch hat jeder Mensch der es je mit Elfen zu tun hatte das Gefühl das sie nicht wirklich auf dieser lebten, als wären sie jederzeit bereit das aufzugeben was sie lieben.
Eine Religion in unserem Sinne kennen sie nicht. Sie wissen, die Götter existieren, schließlich haben sie schon mit ihnen und gegen sie gekämpft. Einzig Ilál wird von ihnen in hohen Ehren gehalten. Und Qisalas Verheißungen gefürchtet.

Impressum - madulsa - 04.2007