Einst waren die Bogayin das erste Volk von Ryn. Wie sie aussahen wissen wir
nicht mehr, aber da die Elfen oft als ihre Kinder beschrieben werden ist wohl
anzunehmen, das sie diesen nicht unähnlich waren.
Heute gibt es wohl nur noch wenige, die diesen Ersten gleichen, es halten sich
immer noch hartnäckig Gerüchte, das am fernen Lorvarsee im äußersten
Westen des Kontinents noch einige wenige dieser Rasse leben, die sich von Qisala
zu lösten und ihr ursprüngliches Aussehen und ihre Unsterblichkeit
zu behielten. Doch dies ist alles nur Spekulation und Legende.
Wenden wir uns nun also den bekannteren Zweigen dieser alten Rasse zu.
Heute versteht man unter einem Bogayin eines dieser Wesen, die Eoc aus Stûma
befreite, und die sich meist in einem menschlichen „Gefäß“
niederließen. Sie verfügen über die unglaublichsten magischen
Kräfte, den sie stammten aus einer Zeit in der Magie noch frei und ungebunden
war. Ihnen allen ist gemein, dass sie hochgradig wahnsinnig sind. Wer so lange
in Stûma Höllenqualen erleiden musste, kann nur verrückt werden.
Oft zeigt sich dieser Wahnsinn in einer für Jeden speziellen Angewohnheit,
wobei man vermuten kann, dass dies mit der Todesursache des jeweiligen Individuums
in Verbindung steht. So kennen wir heute zum Beispiel Tulbur den Pfähler
von Taris, Qarkul den Büchersammler von Kalassea oder Bilgir den Goldenen
von Revella. Man sieht, dass diese Marotte nicht unbedingt sofort zum Tod aller
umgebenden Lebewesen führen musste.
Alle diese Bogayin gelangten bereits während des Dämonenkrieges nach
Stûma, denn sie alle hatten einen Pakt mit Ezeka geschlossen um ihr Leben
möglichst lange zu leben.
Eoc entdeckte sie und sah in ihnen das ideale Werkzeug mit denen er sich die
Welt Untertan machen konnte. F&uumA?l;r ihn waren sie Mittler zwischen dem Chaos
und Ryns Welt, mit deren Hilfe er die Pforten zu öffnen hoffte die dereinst
Ezeka Einlass gewähren würden. Nur Eoc war wohl dazu in der Lage diese
Wesen über längere Zeit zu kontrollieren. Mit seinem Tod verschwand
diese Kontrolle und die meisten waren danach relativ leicht zu töten. Wir
wissen heute nicht ob es noch den einen oder anderen dieser Wesen gibt. Es gibt
Gerüchte, dass einige Wenige noch auf den Inseln zwischen Amana und Saran
existieren, doch genaues weiß man nicht.
Dennoch gab es einst auch noch andere natürlich geborene und wie wir bereits
wissen sterbliche Angehörige dieser Spezies, Abkömmlinge derer die
auf Qisalas Seite kämpften und den Dämonenkrieg überlebten. Sie
waren aber bereits entstellt und degeneriert. Lange lebten sie an entlegenen
Orten im Meneloc, Elstergebirge, und auf der Ogerinsel und alle paar Jahrhunderte
versuchten sie der Welt erneut ihren Stempel aufzudrücken. Der letzte dieser
normal Geborenen starb jedoch gegen Ende des fünften Zeitalters durch das
Schwert König Irdans von Bograkath. Es ist natürlich denkbar, dass
es auch hiervon einige Überlebende gab, die den Kontinent schon vor langer
Zeit verließen, schließlich herrschten die Bogayin einst über
die gesamte Welt. Doch auch hier gibt es nur Vermutungen und keine konkreten
Anhaltspunkte.