Der Hauptgott aller Reitervölker ist und war zu allen Zeiten Tugain, oder
Néis wie man ihn in Deorached nennt. Auch hier ist er der Gott des Windes,
der manchmal zornig und manchmal sanft über das Land regiert. Er wird oft
als Adler oder Pferd dargestellt.
Der Umgang mit ihm ist relativ locker. Es gibt keine Priester die vorschreiben
wie man sich Tugain zu nähern hätte. Statt dessen verfügt jede
Sippe über einen kleinen tragbaren Schrein, vor dem man Opfer, meist aus
Nahrung, darlegt. Geschichten über ihn und seine Legenden werden nicht
niedergeschrieben, sondern nur weitererzählt, denn schließlich ist
die Luft und damit auch der Atem sein Element. So kennt jede Sippe unzählige
Anekdoten, die bei Treffen und Festen ausgetauscht werden.
Als einzig andere Göttin wird zumindest bei den Tugrern noch Pirda verehrt,
deren Attribute weitgehend denen Itaines gleichen. Der Pirdaglauben verfügt
als einziger über eine rein weibliche Priesterschaft, die von einem Unterstamm
der Tugrer, der Natayer gestellt wird. Ihr Sitz ist die große Burg von
Fayas Torma an einem der Zuflüsse des Chevalorn. Die Priesterschaft ist
wohl ein Relikt aus der Zeit als das rakatische Imperium versuchte im tugrischen
Heimatland Städte zu errichten und das Reitervolk sesshaft zu machen.
Beachtenswert ist dass Sterbe- und Geburtenregister der Priesterinnen. Sie sind
die einzigen schriftlichen Zeugnisse dieser Kultur.