Es ist heute nicht mehr nachvollziehbar, wann und wo die Zwillinge Mizilmak
und Mizilkar zuerst auf den Dilaharglauben stießen. Zu wenig ist über
ihr Leben bekannt und bereits jetzt, nur wenige Jahrzehnte nach ihrem Tot ranken
sich schon zu viele Legenden um ihr Leben. Tatsache ist, dass sie mit einem
Dinam, dem heiligen Buch der Dilahargläubigen, bewaffnet lange Zeit recht
erfolglos versuchten in Kunt ihre Landsleute von ihren Ideen zu überzeugen.
Erst nach ihrem Tot in Folge des Bürgerkrieges, gelang es ihren Jüngern
das Wort Tamabyls so stark zu verbreiten, dass es heute die stärkste Religion
sowohl in Kunt als auch in Estugal ist.
Die große Parallele zwischen dem alten Glauben an Malig und dem neuen
Gott Dilahar ist sicher der – nach ihrer Meinung – ähnliche
Befreiungskampf, den die Wüstenvölker gegen Eoc führten und gewannen
und der ewige Krieg in Merymar, dem Tränenreich, in dem die mystische Gestalt
Malig eine wichtige Rolle spielte. Die grundlegende These der Zwillinge ist
demnach, dass Dilahar einst Malig in ihre Welt schickte, um ihnen in ihrem Kampf
beizustehen. So war er ihrer Überzeugung nach nur der erste Prophet, dem
in dieser Welt Tamabyl in Amana folgte. Ihr Glaube kennt neben dem Dinam auch
das eigentliche Werk von Mizilmak und Mizilkar den so genannten Kanyd, in welchem
sie das bisherige Leben ihres Volkes in Merymar in einzelnen Anekdoten und Versen
im Lichte des Dilaharglaubens beschrieben.