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Religion der Kunter

Es ist heute nicht mehr nachvollziehbar, wann und wo die Zwillinge Mizilmak und Mizilkar zuerst auf den Dilaharglauben stießen. Zu wenig ist über ihr Leben bekannt und bereits jetzt, nur wenige Jahrzehnte nach ihrem Tot ranken sich schon zu viele Legenden um ihr Leben. Tatsache ist, dass sie mit einem Dinam, dem heiligen Buch der Dilahargläubigen, bewaffnet lange Zeit recht erfolglos versuchten in Kunt ihre Landsleute von ihren Ideen zu überzeugen. Erst nach ihrem Tot in Folge des Bürgerkrieges, gelang es ihren Jüngern das Wort Tamabyls so stark zu verbreiten, dass es heute die stärkste Religion sowohl in Kunt als auch in Estugal ist.
Die große Parallele zwischen dem alten Glauben an Malig und dem neuen Gott Dilahar ist sicher der – nach ihrer Meinung – ähnliche Befreiungskampf, den die Wüstenvölker gegen Eoc führten und gewannen und der ewige Krieg in Merymar, dem Tränenreich, in dem die mystische Gestalt Malig eine wichtige Rolle spielte. Die grundlegende These der Zwillinge ist demnach, dass Dilahar einst Malig in ihre Welt schickte, um ihnen in ihrem Kampf beizustehen. So war er ihrer Überzeugung nach nur der erste Prophet, dem in dieser Welt Tamabyl in Amana folgte. Ihr Glaube kennt neben dem Dinam auch das eigentliche Werk von Mizilmak und Mizilkar den so genannten Kanyd, in welchem sie das bisherige Leben ihres Volkes in Merymar in einzelnen Anekdoten und Versen im Lichte des Dilaharglaubens beschrieben.

Impressum - madulsa - 04.2007