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Zachkott (zwerg. Bag Corodán)

Keine Stadt auf Ryn ist länger durchgehend besiedelt gewesen als Zachkott. Vor vielen tausend Jahren wurde sie als einfache Bergwerkssiedlung gegründet. Lange Zeit existierte sie nur im Schatten größerer Städte wie zum Beispiel Indora, der ersten Hauptstadt im Meneloc.
Erst als der deren Stern während des Drachenzugs am Ende des 4. Zeitalters schwand und schließlich völlig verblasste, begann der unaufhaltsame Aufstieg Zachkotts.
Heute ist es das Zentrum der Zwergenheit. Selbst im fernen Westen bei den Vettern im Hadoloc oder den Eisenbergen spricht man mit Ehrfurcht von diesem Ort.
Die Stadt liegt in einem engen Klammtal, beziehungsweise ist sie tief in die angrenzenden Bergflanken eingegraben. Durch diese enge Tal windet sich ein reißender Bach, der auf der einen Seite aus einer tiefen Höhle hervor bricht und auf der anderen Seite durch eine Öffnung im künstlich verschlossenen Talausgang die Klamm wieder verlässt. Hier ist auch der einzige Zugang zur Stadt, denn hier befindet sich ein mächtiges und leicht zu sicherndes Tor, dass über den Zugang nach Zachkott wacht. Von hieraus führt eine, in die Klammwand eingegrabene Prachtstraße bis zur großen Markthalle, welche sich mittlerweile über drei Ebenen erstreckt. Entlang dieser Prachtstraße liegen die wichtigsten und berühmtesten Schmieden und Läden, ebenso wie Gast “-häuser“ und Hotels für die zahlreichen Besucher der Stadt. Die Markthallen allein sind schon einen gesonderten Bericht Wert. Über Jahrtausende wurden diese Ebenen gestaltet. Jede Säule erzählt mit ihren Reliefs und Statuen von der Geschichte der Bewohner, die angrenzenden Läden und Werkstätten überbieten sich in der Vollkommenheit ihrer dargebotenen Waren. Die Hallen sind jedoch viel mehr. Hier werden Versammlungen der Räte und der Bewohner ebenso wie prächtige Feste abgehalten.
Viele Menschen und andere Besucher kommen nie über diese Prachtstraße und die Markthallen hinaus. So gastfreundlich die Zwerge auch sind, in der übrigen Stadt bleiben sie doch gerne unter sich und so sind viele Wunder nur für Zwerge bestimmt. Zu Nennen wären hier die Kristallhöhlen auf der anderen Seite der Klamm, die man über die Garmebrücke erreicht. Auch sie ein architektonisches Wunder, denn sie verfügt über einen Zugang auf der Markthallenseite aber über drei Ausgänge in drei verschiedenen Ebenen auf der Anderen.
Über die Kristallhöhlen erreicht man schließlich das Kloster von Crun, die heiligste Stätte aller Zwerge, denn hier residiert die Asa, die Geliebte Tirox, in ihrer Sternenkammer.
Unter der Klamm schließlich befindet sich der größte Tempel des Zwergenvolkes, ebenfalls ein kollektives, in Stein gehauenes Gedächtnis eines ganzen Volkes.
Ein anderes Wunder ist, so seltsam es klingen mag, das Katasteramt. Hier befinden sich Unterlagen über jeden Stollen und jede Höhle die in der Stadt oder ihrer Umgebung je gegraben wurde. Eine unglaublich wichtige Aufgabe, wenn man bedenkt wie lange hier schon im Berg gelebt wird. Böse Zungen behaupten sogar, dass eigentlich dieses Amt über die Stadt herrscht, denn kein Eimer Geröll darf ohne Zustimmung der Beamten bewegt werden. Immer besteht die Gefahr, dass man eine bereits bestehende Höhle kreuzt, oder gar durch eine Höhlendecke bricht. Das eigentliche Wunder ist jedoch, dass dreidimensionale Negativmodell der Stadt in dem man versucht hat, all diese Informationen darzustellen, Der einzige dreidimensionale Stadtplan der Welt.
Zuletzt soll auch das Elfenschloss nicht unerwähnt bleiben. Wie der Name schon sagt ist es ein Geschenk der Elfen, dass vor vielen Jahrhunderten, noch vor allen folgenden Zwistigkeiten, als Symbol einer kurz währenden Freundschaft erbaut wurde. Berühmt ist es vor allem wegen seiner Gärten, die heute wieder von Elfen gepflegt werden. Es ist der Sitz der Richterfürsten wenn sie sich einmal in der Stadt aufhalten sollten, oder die Unterkunft für Könige und Fürsten, von denen sich jedoch nur selten einer einfindet.
Zu Zeiten Eocs, versteckten die Zwerge ihre Stadt. Das Tor wurde verschüttet, das Schloss und die Garmebrücke Stein für Stein abgetragen und eingelagert und alle Öffnungen verschlossen. Während dieser Zeit blieb nur die Asa und einige ihrer engsten Vertrauten in Zachkott.
Nach dem Krieg wurde die Stadt erneut besiedelt und blüht seit dieser Zeit mehr als je zuvor. Sie ist somit die einzige Stadt auf Ryn, die nicht vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Erst jetzt kommt der Dirinsfrieden zwischen Elfen und Zwergen richtig zum tragen und auch Händler vom Menschenvolk kommen öfter in diese Region als früher. Ein goldenes Zeitalter ist für die Ewige angebrochen.

Impressum - madulsa - 04.2007