Der Kontinent Ryn erstreckt sich von Ost nach West (Lorvarhalbinsel bis Kalassea)
in etwa über 8000 km und von Nord nach Süd (Eherne Zinnen bis Levae)
über etwa 5000 km.
(Als Grundlage dieser Berechnung gilt: der Abstand zwischen Bograkath und Revella
entspricht dem von Kiel nach Rom. Dies gilt auch für die Breitengrade auf
denen die Städte liegen).
Beginnen wollen wir im Nordwesten im Gebiet der Laraleier Höhen. Dieses
kleine Mittelgebirge erreicht mit Mühe eine Höhe von 1000 Metern und
ist wie diese ganze Region von dichten Mischwäldern geprägt. Wenn
man einmal von der Laraleier Bucht absieht, war dieses Land nie Teil eines menschlichen
Reiches und so sind die Wälder nicht so stark abgeholzt wie weiter im Osten.
Im Süden schließt sich die Elbenebene am Meer, das breite Oscandtal
und das Menelocgebirge an. Auch hier findet man größtenteils sommergrüne
Mischwälder die im Süden in die Steineichenwälder des Mediterranen
Klimas übergehen. Die Elfen, die in dieser Region leben betreiben natürlich
auch Ackerbau, im Vergleich zu den Menschenlanden aber ist das Land relativ
unberührt. Das Menelocgebirge erreicht Höhen von bis zu 5000 Metern
und ist größtenteils von Nadelwäldern überzogen, außer
an den Orten, an denen sich die Zwerge niederließen um ihre Äcker
zu bestellen oder ihr Vieh zu halten. Eine Ausnahme bildet das breite Dúmtal
das auch schon vom Mediterranen Klima beeinflusst wird. Nur hier wachsen die
gewaltigen Mammutbäume des Meneloc und bilden somit eines der natürlichen
Wunder dieser Region.
Wie bereits erwähnt ist der Tiefe Südwesten, also im Bereich um die
Elfenstadt Levae, umgeben von Hartlaubwäldern. Auch sonst ist das Land
im Sommer eher mild und trocken und nur im Winter gibt es ausreichend Niederschläge.
Dieses große Mediterrane Band zieht sich entlang der Küsten Ryns
bis hin nach Herenien.
Zunächst wenden wir uns nun dem Landesinneren zu den großen Elbensteppen,
eine der zwei großen Steppenlandschaften von Erien. Nur vereinzelt findet
man in diesem ariden Land größere Gruppen von Bäumen, nämlich
nur dort wo sich das Wasser einen Weg an die Oberfläche in oft stark mäandrierten
Flüssen zu einem der Meere bahnt. Den das Land ist hier nach dem beeindruckenden
Gebirgen des Westens nunmehr flach, allenfalls leicht hügelig.
Wir nähern uns nun von Süden kommend dem nächsten größeren
Gebirge nämlich den Vallaser Bergen. Hier erstreckte sich einst das Zentrum
des Dreikönigreichs, was sich selbst noch heute in der Landschaft widerspiegelt.
Die Mischwälder wurden stark zurückgedrängt und erst seit Eoc
gewinnen sie ihr verlorenes Terrain zurück Die Berge selbst erreichen eine
Höhe von 1800 Metern und haben Mittelgebirgscharakter. Da Täler hauptsächlich
von Ost nach West verlaufen war es trotzdem für lange Zeit ein großes
Hindernis für den Warenverkehr von Nord nach Süd und da es relativ
arm an wichtigen Bodenschätzen war ist es auch heute noch vor allem im
Süden dicht bewaldet.
Der Mischwald bedeckte einst die ganze Gebiet des Dreikönigreichs. Heute
ist davon je näher man der Küste des Nordmeeres kommt wenig zu spüren,
zu lange schon betreibt hier der Mensch Ackerbau und Viehzucht.
Begeben wir uns wieder Richtung Süden um das Alte Meer herum. Das Klima
um dieses Binnenmeer ist gemäßigt und man findet überall noch
Mischwälder. Der Niederschlag reicht überall aus und es mag nicht
verwundern, warum ausgerechnet in dieser Region die Menschen ihre ersten Reiche
gründeten.
Weiter im Süden treffen wir nun auf das Kefarda, das sich selten einmal
über 1000 Meter erhebt. Dieses Gebirge ist stark verkarstet und man findet
vor allem Tannen und Buchenwälder.
Weiter im Osten treffen wir auf die Niedermark, ein tiefer natürlicher
Graben, der dadurch entstanden ist (und immer noch entsteht), das sich hier
zwei Kontinentalplatten auseinander bewegen. Hier im Zentrum Deoracheds ist
das Land fruchtbar. Man pflanzt Weizen, Oliven und Wein an. Wälder gibt
es nur noch wenige, zu lange brauchte man Holz für zu viele Flotten.
Auch östlich des Grabens bleibt das Klima mediterran und langsam nähern
wir uns der herenischen Halbinsel mit dem großen Gebirgszug der Eisenberge.
Dieses Gebirge erreicht spielend Höhen von bis zu 3000 Metern, die wiederum
von Nadelwäldern in tieferen Regionen aber auch von Mischwäldern bewachsen
sind. Die Zwerge, die sich vor vielen Jahrhunderten hier niederließen
sorgen seitdem dafür, dass das auch so bleibt. Es ist sicher ihr Verdienst,
dass nach dem jahrhundertelangem Raubbau im ehemaligen Südreich überhaupt
wieder große Wälder wachsen.
Wenden wir uns nun wieder nach Norden zu den Provinzen von Taris, Estugal und
Kunt. Der Verfall dieser Regionen begann schon mit dem Ende des zweiten Chyaser
Reiches und so gibt es hier nun wieder ausgedehnte Mischwälder, zwischen
denen vereinzelt Weiler oder auch einmal kleinere Städte liegen. Das Brenlot
und das Erlocgebirge hat nur Mittelgebirgscharakter mit Höhen von bis zu
1100 Metern.
Auch Erien, weiter im Norden ist wieder von Mischwälder überzogen
bis zur Höhe der Tugrischen Pforte im Norden. Das angrenzende Hadolocgebirge
gehört mit zu den Höchsten des Kontinents. Einige Gipfel ragen sogar
über 4000 Meter in die Höhe. Oft versuchte man den Nadelwäldern
hier Herr zu werden, bis jetzt gewann jedoch immer die Natur.
Etwa auf der Höhe von Enaria beginnen die borealen Nadelwälder die
sich bis an die Küste des Orkmeeres im Osten fortsetzen. Die ehernen Zinnen
das oft schneebedeckte Gebirge das dieses Gebiet bis weit in den Osten durchzieht
erreicht Höhen von maximal 2500 Metern. Zu allen Zeiten war dieses Gebiet
nur dünn besiedelt. Allenfalls die hartgesottenen Enkalanoer bewohnen diese
Regionen.
Im Südosten schließt sich die zweite große Steppenlandschaft
Ryns an. Auch hier gibt es mit Ausnahme des Balrachgebirges und des Chevalorn
nur wenige Wälder und so bietet diese Region den Reitervölkern der
Tugrer Weylwer und Pranoer genügend Platz für ihre Herden.
Wir nähern uns nun langsam der Ostküste Ryns und stoßen hier
noch einmal auf einen beeindruckenden Höhenzug, nämlich das verwunschene
Elstergebirge, das vom Kalasseer Tal einmal abgesehen nur wenigen Lebewesen
wie vor allem Orks und Oggern in den unergründlichen Nadelwäldern
eine Heimstatt bietet. Hier wächst das Land noch einmal zu einer stattlichen
Höhe von bis zu 4000 Metern an.