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Sardessa

Das Fürstentum von Sardessa umfasst heute alle Gebiete, die einst von Kerise, der zweit geborenen Tochter Eolais, mit dem Reich vereinigt wurden. Es erstreckt sich bis zu Eolais Grenze im Westen, jener Linie, die Eolai in seiner Funktion als Richterfürst von Beredol zog die Länder der Elfen von denen der Menschen abzugrenzen.
In der Nähe dieser Grenze liegt die Stadt Balis, besser bekannt als Ognan, die Hauptstadt und wichtigste Wirkungsstätte Eocs. Noch immer läuft den Menschen beim Klang dieses Namens ein kalter Schauer über den Rücken. Heute leben dort wieder Menschen, wenn auch nur wenige tausend, die im Schatten der gewaltigen Plateaus versuchen diesen Ort wieder mit Liebe und Vertrauen zu füllen. Die Stadt wurde von Eoc wie folgt angelegt: Zwei gewaltige, rechteckige Steinplateaus wurden aus einem Hügel herausgeschlagen. Dieser Hügelzug entstand einst an dieser Stelle als Teil der Kraterwand eines Kometen, der hier wohl am Ende des zweiten Zeitalters einschlug. Östlich angelehnt erstreckte sich das Hafenviertel, das auch heute wieder besiedelt ist. In einer Bresche, die während der Eroberung durch Eoc entstand pflanzte man die berühmten Hängenden Gärten an. Auf dem obersten Plateau, auf dem sich einst der Palast Eocs befand, errichtete Kerise nach dem Krieg eine Burg, die bis zur Verlegung der Hauptstadt nach Sardessa das Regierungszentrum der Provinz bildete.

Auch Sardessa ist ein geschichtsträchtiger Ort. Einst wurde sie in grauer Vorzeit gegründet und war eine der ersten Städte überhaupt, die nach dem Dunklen Zeitalter entstand. Sie war immer einer der wichtigsten Häfen am Alten Meer und gehört auch heute wieder zu den aufstrebenden Städten des neuen Zeitalters.
Die Provinz Sardessa ist dagegen nur spärlich besiedelt. Das mag verwundern, denn unter Eoc war sie das volkreichste Land auf Ryn. Doch viele flohen vor den Schatten der Vergangenheit in andere Reiche und Provinzen, und nur langsam erholt sich diese vom einstigen Joch Eocs.
Noch in unseren Tagen regieren hier die Nachkommen von Eolais Tochter, und die Provinz gehört nach wie vor zu den Loyalsten.
Das Land ist, dort wo Menschen leben, von Landwirtschaft geprägt. Eine große Anzahl von Dörfern gibt es jedoch nur in der Nähe der beiden Städte. Der Rest wurde größtenteils von der Wildnis zurückerobert. Eine Schmach für die Menschen, wenn man bedenkt, dass Sardessa eine der Wiegen der menschlichen Zivilisation auf dem Kontinent war.
Es überwiegt die menschliche Bevölkerung. Neben ihnen gibt es viele Varsen, die sich hier wohler als in anderen Provinzen zu fühlen scheinen. Dies mag daran liegen, dass sie Eoc einst in den Hallen seiner Stadt geschaffen hat und sie sozusagen in der Nähe ihrer Wiege bleiben. Auch Orks und Oger gibt es in der Provinz mehr als an anderen Orten.
Man glaubt hier noch an den Siebenerkult, wie er von Revella gekommen ist, und es gibt kaum Gläubige die dem neuen Ritus aus Colna folgen. Herenien ist zu weit entfernt um schnell Fuß fassen zu können.

Impressum - madulsa - 04.2007