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1195-0 r.e.b.
Das Zeitalter von Bograkath

Zu Beginn sah es nicht sehr gut aus für Bograkath. Zerstört von Drachen und Kriegen war von der einstigen Größe zunächst nicht viel geblieben, wohingegen Trakjakot in sein goldenes Zeitalter eintrat. Zu diesen beiden Mächten gesellten sich mehrere Mittelmächte wie Kureiltanien mit der Hauptstadt Sircham, das versuchte die Meerenge zu kontrollieren, und Laraleia weit im Westen, die einzige wichtige menschliche Stadt außerhalb der Chyaser Grenzen. Doch diese beiden sollten erst später wichtig werden.
Bograkath beherrschte noch die Stadt Efkosas auf der östlichen Seite des Nordmeeres und einige kleinere verstreute Territorien. Außerdem gab es den Nordlandpakt, der viele Baronien und Fürstentümer eher locker an Bograkath band. Die ersten Jahrhunderte nun waren gekennzeichnet von der Abwehr südländischer Einflüsse auf andere Staaten und dem Versuch, das wenige was man hatte nicht auch noch zu verlieren. Bezeichnend für diese Zeit ist das Leben des Korsaren Elas Chalotrem, der, mit einem Kaperbrief von Bograkath ausgestattet die Flotte Trakjakots im Alten Meer viele Jahre auf Trab hielt und schließlich den Kontinent im Osten umsegelte um Trakjakot zu überfallen.
ca. 900 – 800 r.e.b.
Sippenkriege im
Meneloc
Im Westen bei den Zwergen brachen die Sippenkriege aus, bei denen es hauptsächlich um den Konflikt zwischen den unterdrückten Auzwergen und den Bergzwergen ging. Diesen Krieg konnte schließlich nach einem Jahrhundert Ulwe, Sohn des Umme beenden, der dafür als größter (und letzter) König der Zwerge in die Geschichte einging. Er fand einen Kompromiss zwischen den Parteien und legte den Grundstein für die Regierungsform der Konfisten, die noch an anderer Stelle erklärt werden soll.
600 r.e.b.
2. Oggerzug
Um das Jahr 608 r.e.b. usurpierte Lasaun Wegenar den Thron von Bograkath und eroberte binnen weniger Jahre große Ländereien. Schließlich krönte er sich selbst zum König. Doch sein Glück war nicht von langer Dauer, denn erneut durchzogen Oger die Länder der Welt. Diesmal jedoch nicht unter der Führung von Menschen, sondern gelenkt von Orks, die ebenfalls auf der Ogerinsel lebten und bis zu diesem Zeitpunkt gänzlich unbekannt waren. Anders als früher versuchten die Oger unter den Orks nicht nur alles zu zerstören, sondern gezielt zu erobern und zu behalten. Dieses erste Reich der Oger existierte jedoch nicht lange, zu groß war die eroberte Landmasse und zu rebellisch die eroberten Völker. Nichtsdestotrotz war diese Leistung mehr als beeindruckend. Erst einer Allianz, gebildet von Bograkath unter dem zukünftigen König Dula und Trakjakot – die einzige Allianz die es je zwischen diesen beiden Erzfeinden gegeben hat – gelang es die Oger und Orks wieder weit nach Osten zu treiben.
Der eindeutige Gewinner dieses Krieges war diesmal Bograkath, welches danach um ein Vielfaches größer war als zuvor. Trakjakot hingegen gewann zwar ebenfalls neue Gebiete hinzu, konnte sie jedoch nicht halten, und so entstand die Mittelmacht von Taris zwischen den beiden nun wieder verfeindeten Großmächten. Auch im Westen bahnten sich große Ereignisse an: Während der Besetzung Bograkaths waren die Gebiete um Efkosas (Fürstentum Merchrakath) für kurze Zeit unabhängig geworden und wollten dies nach dem Krieg bleiben. 593 r.e.b.
Gründung
Dreikönigreich
Deshalb schloss man den Dreierbund mit Laraleia und Kureiltanien, der nach kurzer Zeit unter der Führung der Fürsten von Sircham aus dem Hause Agtai zur Gründung des Dreikönigreichs führte. Anfangs noch sehr schwach, wurde es unter den rigorosen Plänen der Könige von Sircham ständig mächtiger.
Um 412 r.e.b. herum gibt es nur noch diese vier Mächte, das Dreikönigreich, Bograkath, Taris und Trakjakot. Es kam wie es kommen musste, aus anfänglichen Spannungen erwuchs ein handfester Konflikt zwischen allen Parteien, der sich in einem 15 Jahre dauernden Krieg entlud. Danach existierte das schon vor dem Krieg völlig verarmte Südreich nicht mehr. Die Sieger zerschlugen es in seine Provinzen, zogen willkürliche Grenzen und besetzten die Gebiete, die ihnen gefielen. Auch in diesem Konflikt war Bograkath oder das Reich von Rakatien, wie es sich von nun an nannte der klare Gewinner. Man hatte nicht nur ganz Taris besetzt, sondern auch einen Zugang zum Südmeer erobert. Rakatien steuerte auf den Höhepunkt seiner Macht zu. Revella wurde gegründet und der große Kanal gebaut, der das Alte Meer mit dem Südmeer verbindet, und schließlich entdeckte man Amana, den Südkontinent und die Urheimat aller Menschen wieder. Dieses Land - vor allem das Marib und Saran – wurden zügig besiedelt. Wir wissen heute nicht mehr wie stark diese Länder bereits vorher bewohnt waren, doch scheint die Kolonisierung relativ friedlich vonstatten gegangen zu sein.

Auf Ryn bahnten sich jedoch schon neue Spannungen an. Das Dreikönigreich erstarkte zusehends unter den Herrschern aus dem Hause Agtai. Es wurde zentralisiert und erhielt eine neue Hauptstadt mit dem Namen Vallas.
Zeitgleich bahnte sich in Bograkath eine Staatskrise an: Der letzte Kaiser aus dem Haus Fyron verstarb und hinterließ keine Nachkommen. An seiner Statt regierte ein Rat aus Admiralen, Generälen und hohen Adligen, was oft dasselbe war. Der Rat erfüllte seine Aufgabe mehr schlecht als recht, denn ein jeder achtete nur auf seinen Vorteil. Diese schwache Stunde nützte der König des Dreikönigreichs Vallamon II und überfiel Rakatiens gesamte Ostküste. Er plünderte und brandschatzte und zog sich schließlich mit großer Beute zurück.
Einem kleinen Adligen aus der Gegend von Katilenar weit im Norden gelang es dann den Kaiserthron von Bograkath für sich zu gewinnen. Er trug den Namen Learas aus dem Hause Teva. Zeit seines Lebens hatte er das Problem, dass viele mächtigere Adelige seine Usurpation allein wegen seiner Herkunft als unrechtmäßig betrachteten.
Learas suchte den Ausgleich mit den Königen von Vallas, wohl wissend dass er einen Krieg nicht gewinnen könnte. Das Wunder geschah. In den jahrelang andauernden Konferenzen von Dinet, einem der Nachfolgestaaten Trakjakots, gelang es dem Kaiser einen stabilen Frieden auszuhandeln. Jedoch kostete ihn dieser Frieden die Unterstützung vieler Adliger und Teilen seines Volkes, was spätere Ereignisse erklären mag.
248 r.e.b.
3. Oggerzug
Denn erneut drohten Oger das Land zu erobern. Dieses Mal standen sie unter der Führung eines Bogayins. Ihm folgten einige Reitervölker und natürlich Orks, die sich mittlerweile auch auf dem Kontinent ausbreiteten. So überrollte er schließlich alles Land östlich des Alten Meeres und kam erst vor der Stadt Revella zum stehen, denn hier fungierte der große Kanal nunmehr als ein gewaltiger Graben. Learas fiel in der Schlacht von Tirvitz, der entscheidenden Niederlage in der Nähe der so genannten Pforte von Rakatien. Sein Sohn Irdan war zu diesem Zeitpunkt erst 16 Jahre alt und versuchte zu retten was zu retten war. Vielen tausend Flüchtlingen half er dabei das Nordmeer zu überqueren, und er überredete das Dreikönigreich diese aufzunehmen.
Zu diesem Zeitpunkt traf Irdan in dem bereits stark zerstörten Bograkath auf den Magier Danwyn – einen Pavandori aus Algaroth – der ihm das Wiedererstarken der Magie verkündete. In der Nacht der Toten gelang es diesem Zauberer unter Aufbringung all seiner Fähigkeiten das Heer des Feindes aus der Stadt zu vertreiben.
Daraufhin zogen diese beiden allein in die Hauptstadt (Schgaschag) des Bogayins und töten ihn. Damit war zwar der Kopf der Bestie abgeschlagen, doch im Gegensatz zu früher zerbrach das Reich des Bösen diesmal nicht, sondern sollte noch viele Jahrzehnte bestehen. In der Folgezeit erhoben sich aus den Trümmern von Rakatien und des Südens die Reiche von Taris, Bograkath oder Erien, wie es ab jetzt genannt wurde, Herenien, Revella und wieder einmal Trakjakot. Irdan baute in den folgenden Jahren sein Reich - wesentlich kleiner als zuvor –neu auf und gegen Ende seines Lebens bildete er eine Allianz aus den freien Völkern von Ryn, der es schließlich gelang das Reich der Bogayins zu zerschlagen.
Anschließend durchzog Irdan mit einigen Gefährten die Länder und Gewässer Ryns und tötete alle Bogayin. Den letzten Kampf sollte er jedoch nur um wenige Stunden überleben, und so starb er schließlich irgendwo auf dem Meer südlich der Ogerinsel.

Eine Geschichte soll nur am Rand erwähnt werden. Während des Krieges spalteten sich Saran und das Marib von Rakatien ab und verhinderten für die nächsten Jahrzehnte den Kontakt mit allen Völkern von Ryn indem sie jedes Schiff versenkten, das sich ihnen näherte.
193 r.e.b.
Zerstörung
Trakjakots
Auch der Kontinent sollte noch nicht zur Ruhe kommen. Gormayn, der Fürst von Trakjakot, witterte nach Amtsantritt Antallas, der Enkelin Irdans, seine große Chance den alten Glanz der Stadt zu erneuern. Er unterschätze jedoch seine Gegner, allen voran die neue Königin von Erien und verlor letztlich alles. Nach diesem Krieg wurde Trakjakot völlig zerstört und niemand sollte es je wieder aufbauen.
181 r.e.b.
Geburt Dirins
Eine andere Episode sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben: Im Westen wurde Dirin geboren. Ein menschliches Waisenkind, von Zwergen aufgezogen, das dazu bestimmt war, einen Ausgleich zwischen den verfeindeten Völkern der Elfen und Zwerge zu finden. Er begründete das Amt der Richterfürsten in Beredol, der Stadt, die als Ausdruck neuen Respekts voreinander gegründet wurde.
Die nächsten Jahrzehnte verliefen ruhig. Das Dreikönigreich verblieb als einzige Großmacht und nahm in allen Bereichen eine Führungsrolle ein, in der Kunst, der Architektur und der Wissenschaft. Erien erholte sich erstaunlich schnell von den Kriegen, erlangte aber seine einstige Machtfülle nicht mehr zurück. Andere Länder wie etwa Taris und Herenien kämpften um ihren inneren Frieden. Danwyns Versprechen vom Wiedererstarken der Magie sollte sich derweil bewahrheiten. Überall entstanden Magierschulen und es wurde eifrig geforscht.
Doch auch die Schattenseiten wurden schon bald erkannt. Niemand ahnte damals, dass die nächste Katastrophe bereits ihren Anfang nahm.
256 r.e.b.
Geburt Eoc
Auf Saran, in der Stadt Karsi, erblickte Eoc das Licht der Welt.
Erst im Erwachsenenalter wurde er zu Ezeka bekehrt. Wer oder was in verführte ist völlig unbekannt.
Langsam, Stück für Stück, eroberte er zuerst Saran und anschließend das Marib.
Auf dem Kontinent warf er bereits recht früh seinen Schatten. In Kanstar wurde der Bruder des Königs, Dotarnu mit Namen, sein Handlanger.
Er setzte sich nach einer Revolte selbst auf den Thron und begann damit, andere kleinere Länder, wie Dinet, Frewenac, das Flüchtlingsreich und die Stadtstaaten Edosa und Kome, zu erobern. Eine Allianz aus den anderen freien Reichen versuchte daraufhin Dotarnu in seine Grenzen zu verweisen, was ihnen jedoch nur teilweise gelang. Dieser Krieg sollte andauern bis Eoc den Kontinent betrat.


93 r.e.b.
Jahr der Seuche
Eocs Ankunft begann mit einem Paukenschlag: Dem Jahr der Seuche.
Zuerst trat die Pest in Revella auf, breitete sich über den Kanal in Windeseile über den gesamten Raum des Alten Meeres aus, erreichte schließlich Bograkath, die Tugrer und Weylwer im Osten und die Zwerge und Elfen im Westen.
Fast ein Drittel in manchen Landstrichen sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung wurde in nur wenigen Monaten dahin gerafft.
Dann betrat der Schwarze Hammer, das Heer Eocs, den Kontinent bei Selagan im Reich von Kanstar. Gebildet wurde es aus Teilen der Bevölkerung Amanas und Saran, aus Ogern, Orks, Dunrocs, Pranoern, Dämonen, Magiern und zu allem Übel aus Bogayin, die Eoc aus Stûma beschworen hatte. Ihm schloss sich das Heer Dotarnus, angeführt von dem schrecklichen General Coraim Taispar’ach, an. Gemeinsam wurde in kürzester Zeit der gesamte Süden erobert. Nur Bograkath, die Tugrer, die Zwerge von Zachkott gemeinsam mit den Elfen und das Teilkönigreich von Efkosas konnten noch eine Weile Widerstand leisten, bis zuletzt auch sie fielen. Der letzte König von Bograkath, Dayan II aus dem Hause Teva, floh über das Äußere Meer zu den Blachen, einer unwirtlichen Inselgruppe hoch im Norden und kehrte nie mehr zurück.
Damit beginnt die dunkelste Zeit seit den Dämonenkriegen. Fast umgehend befahl Eoc den Bau seiner Hauptstadt Ognan, an der südwestlichen Küste des Alten Meeres gelegen, zweifellos auf den Ruinen einer alten Bogayinstadt. Viele tausend Sklaven starben dabei. Nicht anders erging es denen, welche die Sklavenstadt Douka an der nördlichen Küste des selben Meeres erbauen oder denen, die den revellischen Kanal verbreitern. Überall wo sich Widerstand regt, schlägt Eocs größter General Coraim Taispar'ach zu, bis dieser schließlich selbst einer Intrige zum Opfer fällt. Bekannt sind auch die Bogayin für ihre Grausamkeiten, wie zum Beispiel Tulbur, der Pfähler von Taris.

Fast 50 Jahre hielt Eoc die Welt im Würgegriff, bis sich schließlich erneut Widerstand im Westen, im Menelocgebirge regte. 182 – 11 r.e.b.
Istradons
Gefangenschaft
In Stűma
Dort nämlich hatte der große Magier Istradon, befreit aus seinem Gefängnis in Stûma durch Mingar, einen Skitmarca, ein kleines Heer aufgestellt und erste militärische Erfolge errungen. Es sollte noch erwähnt werden, dass es Mingar, wenn auch wohl eher zufällig gelang, das Volk von Kunt aus seinem Exil von Merymar zu befreien. Sie kämpften ebenfalls auf Seiten der Rebellen.6 r.e.b.
Befreiung Eolais
aus Reveller
Gefängnis
Erste Erfolge stellten sich jedoch erst ein, nachdem man Eolai Traymallo und seine Schwester Erisande, Nachkommen Dirins, aus den Kerkern Revellas befreit hatte. An allen Orten wurden Revolten angezettelt, während der schwarze Hammer vergeblich versuchte in den unwegsamen Tälern des Menelocgebirges Istradon und seine Verbündeten aufzuspüren. Als eine der ersten Provinzen schüttelte Revella das dunkle Joch ab. Bald darauf folgten Herenien, Erien und einige andere.
Schließlich fühlten sich die Rebellen stark genug auch Ognan anzugreifen. Viele Monate sollte die Belagerung dauern, bis es schließlich mit Hilfe der Skitmarca und der Pavandori gelingt eine Bresche in die starken Mauern zu brechen und die Stadt zu nehmen. Eoc jedoch floh nach Osten in die Karteschnai im Elstergebirge. Dort versuchte er verzweifelt den mächtigsten aller Dämonen, den Shayazzad, den Öffner der Pforten, zu beschwören, um mit seiner Hilfe die gesamte Welt direkt nach Stûma zu schicken. Eolai, Istradon und ihre Gefährten kamen ihm zuvor und töteten ihn.
Damit war die Welt fürs erste wieder frei. Ein kleines Orkreich, das sich als Nachfolger von Eocs Reich in Ognan zu etablieren suchte ist schnell zerschlagen.

r.e.b. = rim eoca bách (vor Eocs Tod), d.c. = déi caisorsa (der Freiheit)

Impressum - madulsa - 04.2007