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3112-1195 r.e.b.
Chyas Zeitalter

Chyas stammte aus einem Ort Namens Liri, nicht weit entfernt von der Meerenge von Estin. Er war der erste Sohn des dort herrschenden Häuptlings und somit sein Nachfolger. Die Legenden wollen nicht verstummen, dass ein Zwerg sein Lehrmeister war, was seltsam ist, denn diese lebten damals wahrscheinlich noch weit entfernt in den Laraleier Höhen. So bliebe als einzige Möglichkeit, insofern diese Legende der Wahrheit entspräche, nur ein Cray, einer dieser unsäglichen Galsjünger, die sich dem Exil zu entzogen. Der unbekannte Lehrer jedenfalls unterrichtete Chyas auch in den magischen Künsten, denn noch war die Magie nicht völlig erloschen.
3112 r.e.b.
Geburt von
Chyas
Als Chyas Häuptling wurde - was schon in früher Jugend geschah - vereinte er die umliegenden Dörfer unter seiner Herrschaft und stellte ein wohlorganisiertes Heer auf. Er begann sein Reich systematisch zu vergrößern, wobei er hauptsächlich versuchte den Altmeerraum mit Blick auf das mächtige Muraster zu vereinigen. Chyas erreichte das stolze Alter von 124 Jahren und starb schließlich auf seinem letzten Eroberungsfeldzug bei der Schlacht von Kiryon.
Er hinterließ keine leiblichen Erben, und so trat sein Adoptivsohn Eschag die Nachfolge an. Dieser kam wohl bereits aus der eroberten Stadt Muraster und liebte das Meer über alles. Er beschloss die Hauptstadt des noch jungen Reiches direkt an der Meerenge von Estin zu errichten und verlieh ihr den Namen Istinskojok. Er führte außerdem sehr erfolgreich die Eroberungen seines Vaters weiter, so dass heute viele der Ansicht sind, ohne Eschag wäre dem Chyaser Reich nur ein kurzer Auftritt auf der Bühne der Weltgeschichte gegönnt gewesen.
Die Eroberungen gingen derweil weiter: dem Reich von Kastrokolis, etwa im Bereich des heutigen Erien, folgte der Stadtstaat Kanstar im Süden und diesem wiederum die Stadt Arunstar in der Nähe des heutigen Revella.
Das Reich wuchs und wuchs, und ein weißer Kaiser (was sich von Chyas ableitet) folgte dem nächsten. Schließlich erreichte der Staat seine endgültigen Grenzen, die bis zum Ende des zweiten Chyaser Reiches nicht mehr verändert wurden. Er umfasste etwa ein Drittel des Kontinents Ryn. Glorreiche Städte wurden in dieser Zeit gegründet, wie zum Beispiel Trakjakot am Südmeer, das schon bald zum wichtigsten Hafen aufstieg, Ortale, die Metropole des Nordwestens, oder auch Bograkath, das jedoch erst im zweiten Chyaser Reich wirklich mächtig wurde.
ca. 2854 r.e.b.
Gründung
Algaroth
In den ersten 200 Jahren, wurde Algaroth, das Reich der Magier tief im Erdinnern, wo die Magie noch stark war, von Istradon gegründet. Dieser erste Pavandori ist derselbige, dem wir diesen kurzen Geschichtsüberblick zu verdanken haben.

Die Zwerge unterdessen siedelten weiter nach Süden und entdeckten dort das Menelocgebirge, das von nun an ihre Heimat werden sollte. Sie gründeten ihre erste Hauptstadt Indora und wandten sich von ihren ehemaligen elfischen Freunden ab.
In Chyas herrschte derweil viele Jahrhunderte lang Frieden und Wohlstand. Man schloss Freundschaften mit den Reitervölkern des Ostens, wie den Tugrern und den Weylwern, aber auch mit den Zwergen und Elfen im Westen.
Gegen Ende des ersten Chyaser Reiches zeichnete sich bereits eine Entwicklung ab, die in der zweiten Phase von ungleich größerer Bedeutung sein sollte: Das Wiedererstarken der lokalen Volksgruppen in allen Teilen des Reiches. So kam es schließlich zur Zerstörung von Istinskojok der ersten strahlenden Metropole der Menschheit auf Ryn. Ausgelöst wurde diese Katastrophe von Trakjakot, der mächtigsten Stadt nach der Hauptstadt. Seefahrer waren bis zur Ogerinsel im Nordosten vorgedrungen und entdeckten dort die namensgebenden Riesen.
2312 r.e.b.
Zerstörung
Istinskojok
Wie es schließlich dazu kam, aus diesen Monstern eine Armee zu formen und sie bis vor die Tore von Istinskojok zu lenken, ging im Dunkel der Geschichte verloren und wird es wohl für immer bleiben. Tatsache ist jedoch, dass die Stadt so sehr zerstört wurde, dass sie danach nicht mehr aufgebaut wurde und das Reich sein Zentrum verlor. Dieser Einschnitt in der Geschichte wurde danach fast 2500 Jahre lang als Ausgangspunkt für die Zeitrechnung genommen. Nach der Katastrophe drohte das Reich zu zerfallen, doch unter Iala von Bograkath, einer Verwandten des Kaiserhauses und klugen Strategin, konnte dieses Schicksal noch einmal abgewendet werden.
Zunächst schien der Plan Trakjakots und seiner Fürsten aufzugehen, denn der Süden spaltete sich ab und sollte für 122 Jahre unabhängig bleiben.
Iala jedoch verzichtete auf den Kaiserthron und wurde Fürstin von Bograkath. Vorher bestimmte sie noch Gehem von Taris zum neuen Kaiser und dieser machte seine Geburtsstadt zur neuen Hauptstadt des zweiten Chyaser Reiches.
Das Südreich versuchte knapp hundert Jahre später erneut mit einer Armee aus Ogern das verbliebene Nordreich zu zerschlagen. Kaiser Alfasar konnte diesmal die Katastrophe mit einem gewaltigen Heer abwenden und jenes gar gegen Trakjakot wenden. Die Stadt und das Südreich fielen und wurden wieder Teil von Chyas.
In diese Zeit fällt auch die Besiedelung des Hadolocgebirges durch Zwerge auf Einladung der Fürsten von Bograkath.
In den folgenden Jahrhunderten ging die Entwicklung der Verselbständigung der einzelnen Fürstentümer ungebremst weiter, und so war gegen Ende des Zeitalters nicht mehr fiel zu spüren von der einstigen Macht Chyas. Trakjakot hatte sich schnell wieder von den Kriegen erholt und nahm seinen alten Platz im Ränkespiel der Mächte ein. Das Reich war so gut wie zerfallen und aufgeteilt zwischen den beiden Städten Bograkath und Trakjakot. Daneben existierten noch einige weniger mächtige Fürstentümer wie Masos in der Nähe der Meerenge und Ortale im Nordwesten. Vielleicht hätte sich das Reich einfach irgendwann selbst aufgelöst, doch es sollte anders kommen.
1195 r.e.b.
Drachenzug
Im Jahr 1117 n.I. (oder nach neuer Rechnung 1195 r.e.b.) begann der Zug der Drachen. Zum ersten mal seit vielen tausend Jahren wurde ein Bogayin wieder so mächtig, dass er zur Bedrohung wurde. Unas schaffte es – wohl mit Hilfe eines Artefakts aus Igania – im Süden des Menelocgebirges fast alle Drachen unter seinen Willen zu zwingen.
Dieses fliegende Heer ließ er sodann auf das schon sterbende Reich los.
Das Schicksal Unas’ selbst ist ungewiss, man nimmt allgemein an, das es den Zwergen gelang ihn zu töten. Nach seinem Tod geriet der Drachenzug völlig außer Kontrolle und viele Jahre lang verwüsteten die fliegenden Ungetüme das Antlitz Ryns.
Das war der Todesstoß für Chyas. Das Reich zersprang in hunderte kleiner und kleinster Staaten. Bograkath, schwer mitgenommen von den Zerstörungen und einem bald folgenden Bürgerkrieg, ausgelöst durch die streitenden Fürstenkinder Hian und Desade, hatte nicht mehr die Kraft das Reich erneut aufzurichten. Im Stadtgebiet von Taris stritten sich mehrere Adlige um die Reste, und Trakjakot, welches der Zerstörung fast gänzlich entgangen war, verfolgte seine eigenen Pläne mit der erneuten Errichtung eines Südreichs.
So begann das nächste Zeitalter...

r.e.b. = rim eoca bách (vor Eocs Tod), d.c. = déi caisorsa (der Freiheit)

Impressum - madulsa - 04.2007